European Mixed Pairs Championships 2025  11.-14. September 2025, Sun Bowls Club, Jersey

Die Swiss Bowls Qualifikation für die Mixed- Pairs Europameisterschaft 2025, wurde bereits im Frühling 2024 in Les Ranchisses, Frankreich, ausgetragen und konnte nach dramatischen Spielen, im letzten End des letzten entscheidenden Spiels, von Esther Gamper (BC Uzwil) und Beat Matti (BC Gstaad), gegen Andrea Locher und Tom Schneiter (BC Thun) gewonnen werden.

Für Esther Gamper waren es die ersten internationalen Bowls Meisterschaften, sie hatte aber im Curling bereits 1989 EM- Silber gewonnen. Esther und Beat reisten frühzeitig nach Jersey, um vor den Meisterschaften noch ausgiebig auf dem für Schweizer Bowls Spielende ungewohnten Rasen trainieren zu können.

Es waren 14 Nationen am Start, welche in 2 Gruppen mit je 7 Pairs eingeteilt wurden. Gespielt wurde mit 3 Bowls per Player, mit Spielen über 2 Sätze à 7 Ends und einem 1 End Tiebreak. Die beiden Gruppenersten qualifizierten sich für die Halbfinals.

Im ersten Spiel gegen die grossen Favoriten aus England mit Annalisa Dunham und Dominic McVittie (Indoor Mixed Pairs Weltmeister und Single Vize-Weltmeister), lag das Schweizer Pairs nach den ersten 3 Ends überraschend mit 5 zu 0 vorne, kassierte dann aber 3 Zweier in Serie, ging im letzten End Risiko für Mehrfache und erhielt einen solchen, zum 5: 9. Im zweiten Satz konnte das Swiss Bowls Pairs bis zum vierten End einigermassen mithalten und lag «nur» mit 1 zu 4 zurück, dann legte das englische Pair auf kleinstem Raum 6 und 5 Bowls näher an den Jack. Dieser Satz ging dann sehr deutlich mit 2: 15 verloren.

Esther und Beat spielen am nächsten Morgen gegen Niederlande mit Jan Reiners und Saskia Schaft, das Spiel verläuft ausgeglichen. Das Schweizer Pair kann im letzten End des ersten Satzes noch einen Dreier schreiben, um den Satz mit 7: 6 zu gewinnen, der Zweite geht dann knapp mit 5: 7 verloren. Im Tiebreak kann Beat eine Kugel von Esther noch zum Shot und damit zum ersten Sieg schieben.

Das nächste Spiel ist gegen Jersey mit Graeme Le Monnier und Sally Black, die Einheimischen kennen die Bahn, legen mit 0 zu 4 vor, das SB- Pairs kann gut mithalten, dreht den ersten Satz zu einem 9: 6 Gewinn, der Zweite geht dann mit 2: 5 verloren. Im Tiebreak behalten die SB- Players erneut die Nerven und können auch dieses gewinnen.

Am letzten Tag der Vorrunde spielen Esther und Beat am Morgen gegen Israel mit Ruti Gilor und Dan Slodownik, sie gewann Gold an den Atlantik Championships 2019, er hatte ein SB- Pairs schon an der WM 2023 in Australien mit seinen Runners geärgert, das Spiel verläuft hier anders. Das SB- Pairs kann nach einem Dreier und Fünfer den ersten Satz mit 11 zu 7 gewinnen, verliert den Zweiten mit 4: 9. Im Tiebreak liegen Esther und Beat mit je einer Bowl Shot, welche Dan nicht mehr entfernen kann. Mit diesem Sieg bewahrt sich das SB- Pairs die Chance auf einen Halbfinal Einzug.

Am Mittag ist das nächste Spiel gegen France mit Patrick Piguet und Cindy Royet, dieses Spiel wollte das SB- Pairs unbedingt gewinnen, den Franzosen gelingt aber alles, sie haben dann auch noch das nötige Glück. Das SB- Team verliert den ersten Satz mit 4: 7, liegt im zweiten Satz zwei Ends vor Schluss mit 6: 2 vorne, kassiert dann aber nach einem präzisen Takeout von Cindy einen Dreier und nach einer Jack Verschiebung von Patrick einen ärgerlichen Zweier zum 6: 7 Satzverlust.

Am Nachmittag stand schon das letzte Vorrunden Spiel gegen Guernsey, mit Miriam Parker und Colin Leighton an, Esther und Beat müssen unbedingt gewinnen, um noch theoretische Chancen zu haben, was sie mit einem 13:3 und 5: 3 Sieg auch erreichen. Weil gleichzeitig Jersey gegen Israel im Tiebreak gewinnt, wurde dem SB- Team mit einer 4 Siege/ 2 Niederlagen Bilanz bereits zur Halbfinal Qualifikation gratuliert. Die Freude war aber von kurzer Dauer, weil im Reglement das alte Punktesystem von 2023, mit 3 Sätzen über 5 Ends, übernommen wurde, wo die Satzgewinne höher gewichtet werden, konnte sich Israel mit einer 3 Siege und 3 Niederlagen Bilanz, dank 14 Satzpunkten, vor dem SB- Pairs mit 13 Satzpunkten qualifizieren.

Die Endtäuschung wich dann bald einer Zufriedenheit, weil mit 4 Siegen aus 6 Partien, die Bestleistung eines Schweizer Teams an Europameisterschaften, vom Mens Fours 2022, mindestens egalisiert werden konnte. Das Schweizer Team schnitt mit dem 3. Gruppenrang über den Erwartungen ab.

Am Sonntagmorgen standen die Halbfinals auf dem Programm. Israel setzte sich gegen Wales in zwei Sätzen durch. England gewann dramatisch im Tiebreak gegen Spanien, nachdem der spanische Skip mit seinem Runner die kleinstmögliche Lücke traf.

Im Final um Gold konnte sich England gegen Israel durchsetzen, Bronze gewann Wales gegen Spanien.

For the full fixture results and group standings, see: https://docs.google.com/…/2PACX…/pubhtml

The Bowls Europe website (www.bowlseurope.com) also features a complete photo gallery from the event with photos taken by Steve Watson, Sporting Highlights, on behalf of Bowls Europe.

All the matches streamed during the championships can be views on the Bowls Europe YouTube channel (www.youtube.com/@bowlseurope).

Teilnehmende EMPC 2025, Esther und Beat von Swiss Bowls, hinten 5. von links, es fehlen Türkei und Ungarn

Szenen aus dem Spiel England gegen Switzerland

Esther und Beat bei der Abgabe

Diskussionen gegen England

Das SB-Pairs in der Vorrunde gegen die nachmaligen Finalisten England oben und Israel unten.

Drama im ½ Final Tiebreak, der spanische Skip traf die kleinste Lücke zwischen Jack und roter Bowl

Mit freundlicher Unterstützung von Swisslos Sportfonds Kanton Bern.